Akustik Wissen

Frequenz (Hz)
Als Frequenz wird die Anzahl der Schwingungen des Schalls pro Sekunde bezeichnet. Die Maßeinheit dafür ist Hertz (Hz). 1 Hz bedeutet eine Schwingung pro Sekunde. Schallwellen sind Schwingungen, die sich über die Luft, das Wasser oder in festen Gegenständen ausbreiten können. Der Hörbereich eines Menschen liegt etwa zwischen 20 - 20.000 Hz.

Schallpegel bzw. Schalldruckpegel [dB (A)]
Der Schallpegel ist das Maß für die Stärke eines Geräusches bzw. Klanges und wird in Dezibel (dB) und beim menschlichen Ohr in dB (A) gemessen. Ein Flüstern entspricht ca. 30 dB (A), ein normales bis lautes Gespräch ca. 50 - 60 dB (A). Die Schmerzgrenze des Ohrs liegt bei ungefähr 130 dB (A).

Spektrum
nennt man Geräusche und Klänge, deren Schall viele Töne in beliebigen Frequenzen enthalten oder reine Töne mit nur einer Frequenz.

Hörsamkeit
Darunter versteht man die Eignung des Raumes (als Büro, Konzertsaal, Lobby, Schulzimmer, ...) für das zu erwartende Schallaufkommen, z. B. gesprochene Kommunikation, Musikdarbietungen usw.

Nachhallzeit (T60)
Durch die ermittelte Nachhallzeit wird in der Raumakustik die Halligkeit eines Raumes bestimmt. Sie beschreibt das zeitliche Schallabsorptionsverhalten des Raumes bis der Schallpegel nicht mehr zu hören ist. Die Nachhallzeit wird mit T60 bzw. T angegeben und gibt die Zeitspanne wieder, in die der Schalldruckpegel innerhalb des Raumes bei Verstummen der Schallursache auf den 1/1000 Teil seines Anfangswertes abfällt, was einer Schallpegelabnahme von 60 dB entspricht. Je länger also die Nachhallzeit andauert, umso länger ist der Schalldruckpegel (Nachhall) im Raum zu hören.

Schallabschirmung
Wird ein Raum zu verschiedenen Zwecken bzw. von mehreren Personen zur gleichen Zeit genutzt, dann kann eine schallabschirmende Raumabtrennung (zum gegenseitigen Lärmschutz) erforderlich sein. Dabei handelt es sich um frei platzierte Akustik-Stellwände unter Berücksichtigung der schallabsorbierenden Anforderungen des Raumes. Zudem können die schallabschirmenden Akustik-Stellwände als Sichtschutz verwendet werden.

Schallabsorption
Bei jeder Schwingung wird ein Teil der Bewegungsenergie in (Verlust-)Wärme umgesetzt. Je nach Schallmedium unterscheidet man zwischen der Luftschalldämpfung (die zu dämpfenden Geräusche breiten sich durch die Luft aus, z.B. durch das Sprechen oder das Spielen von Musikinstrumenten) und der Körperschalldämpfung (die zu dämpfenden Geräusche werden in festen Körpern erzeugt und transferiert z. B. beim Gehen auf dem Boden).

Schallabsorptionsgrad (?)
Der Schallabsorptionsgrad gibt das Verhältnis von absorbiertem Anteil des Schalls zur auftreffenden Stärke des Schalls an. Bei einer vollständigen Reflexion des Schalls beträgt ? = 0, bei einer vollständigen Absorption beträgt ? = 1.

Äquivalente Schallabsorptionsfläche A
Multipliziert man den Schallabsorptionsgrad (?) eines Bauteiles mit dessen Fläche/m², so erhält man den schallabsorbierenden Wirkungswert/m² bzw. die äquivalente Schallabsorptionsfläche A.